23. November 2025

Norddeutsche Volleyballmeisterschaft der Justizvollzugsbediensteten am 04.10.2025 in Berlin

Am 04. Oktober 2025 war es wieder soweit, Norddeutsche Volleyballmeisterschaft der Justizvollzugsbediensteten.

Der diesjährige Austragungsort hieß Berlin. Trotz des kurzen Anfahrtsweges für uns, starteten wir bereits am Freitag in unser sportliches Wochenende.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, wobei auch hier schon Deals unter den Mitspielern ausgehandelt wurden, besprachen wir beim Griechen unseres Vertrauens letzte Taktiken für das Turnier und besiegelten unsere Pläne mit dem einen oder anderen Ouzo für “gute Freunde”. Nach nächtlichen Zimmerumzügen fanden dann doch noch alle den wohlverdienten und wichtigen Schlaf, um am nächsten Tag abliefern zu können.


Samstag, Turniertag, viel zu müde aber trotzdem hoch motiviert fuhren wir zur Halle. An dieser Stelle noch einmal “Ein Hoch auf unseren Busfahrer Andre!”, keiner fährt so geschmeidig wie du! Am Austragungsort angekommen, wurden erst einmal alle bekannten Gesichter aus den anderen Anstalten begrüßt, umarmt und erste Gespräche geführt, bevor das Turnier nach Bekanntgabe aller Regularien mit einem kräftigen “Sport frei!” eröffnet wurde.


Für uns hieß es nun alles zu geben, denn mit den Anstalten aus Weiterstadt, Leipzig und Oldenburg mussten wir uns in einer starken Vorrundengruppe behaupten. Getreu dem Motto: “Volle Konzentration, Eleganz am Netz und gelegentlich wehleidige Momente, die erst enden, wenn der Knochen wirklich komisch absteht!” starteten wir ins Turnier. Nach hart umkämpften und schweißtreibenden Sätzen konnten wir die Vorrunde als Gruppenzweiter beenden. Nachdem wir dann gegen die JVA Neuruppin knapp mit 1:2 Sätzen verloren, blieb nicht viel Zeit zum Trauern, denn schon das nächste Spiel gegen die JVA Wriezen hieß es für uns zu entscheiden. Wir spielten uns förmlich in einen Rausch und konnten das Spiel hochverdient 2:0 gewinnen. Vor dem letzten Spiel gegen unsere Gegner aus der Vorrunde, die JVA Weiterstadt, mobilisierten wir nochmals alle Kräfte und Reserven. Alles außer einem Sieg kam für uns nicht in Frage. Es war eine Partie auf Augenhöhe, bei dem sich nichts geschenkt wurde und die Emotionen bei uns als auch bei unseren Gegnern, das eine oder andere Mal hochkochten. Am Ende musste sich Weiterstadt unserem Kampfwillen geschlagen geben. Wir hatten es geschafft, der 5. Platz war uns nicht mehr zu nehmen. Voller Stolz über das Ergebnis lagen wir uns in den Armen und ließen uns richtig feiern!
Anschließend schauten wir uns das Finale zwischen der JVA Brandenburg und der JVA Hannover an. Hier wurde Volleyball auf höchstem Niveau geboten. Letztlich siegte die JVA Brandenburg verdient und das ohne sich Spieler außerhalb der Justiz einzukaufen! Krempi, Hut ab an dein Team, das war ganz großes Kino!


Nun hieß es, seine müden Knochen und geschundenen Körper auf Vordermann zu bringen, um fit für die Party zu sein. Nachdem im “Prinzessinnenzimmer” auf die beachtliche Leistung der Mannschaft mehrfach angestoßen wurde, machten wir uns auf den Weg zur Abendveranstaltung. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es zur Siegerehrung. Begleitet von eigens gewünschter Musik, tosendem Applaus, Glitzerstaub auf dem Podest und nicht mehr zu kontrollierendem Dauergrinsen in den einzelnen Gesichtern, wurden die Mannschaften für ihre Leistungen geehrt. Anschließend wurde bis in den frühen Morgen gefeiert, getanzt, gelacht und erzählt.


Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn die JVA Burg das Turnier ausrichtet.


Ein ganz dickes Dankeschön geht an die JVA Moabit für das gelungene Turnier und die Organisation dieser Veranstaltung. Trotz der zähen Umstände habt ihr es geschafft, eine großartige Meisterschaft auf die Beine zu stellen. Wir selbst wissen was es bedeutet, so ein Turnier zu planen, und wie wichtig Unterstützung dabei ist – denn ohne Teamwork klappt gar nichts! DANKE!
Ein riesengroßes Dankeschön geht an den Orts- und Landesverband des BSBD. Nicht nur dass ihr unsere neuen Trikotsätze finanziert habt, ihr unterstützt uns regelmäßig und das ist nicht selbstverständlich. Vielen, vielen Dank!


Zum Schluss danken wir natürlich unserer Anstaltsleitung und allen Kollegen, Freunden, Bekannten und Familienangehörigen, dass ihr uns immer den Rücken freihaltet, dass wir dieses Turnier auch in diesem Jahr wieder besuchen konnten. 

im Namen der Mannschaft
Anja Sill