Wer etwas will, muss den Mund aufmachen - oder - von nichts kommt nichts
Foto: dbb-mv Mahnwache der Justizgewerkschaften (Foto: dbb-mv)
Jetzt schlägt´s 13!
Unter diesem Motto fand die Aktionswoche des dbb-mv, anlässlich des Starts der Tarifverhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und den Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes, am 03. Dezember 2025 statt.
Traditionell findet die Aktionswoche zwischen der ersten und zweiten Verhandlungsrunde statt, sofern die TdL in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hat.
Doch auch diese Blockadehaltung der Arbeitgeberseite ist schon Tradition.
Daher trafen sich am 17. Dezember 2025 Mitglieder der fünf, in der AG Justiz zusammenarbeitenden Justizgewerkschaften zur täglichen Mahnwache vor der Staatskanzlei in Schwerin, um ihren Unmut über dies Zeichen der Nicht-Wertschätzung seitens der TdL Ausdruck zu verleihen.
Bereits einen Tag später folgte ein Protestmarsch über die Graf Schack Allee, zur Abschlusskundgebung der Aktionswoche vor der Schweriner Staatskanzlei, dem sich mehr als 120 Kolleginnen und Kollegen aus allen Fachgewerkschaften des dbb-mv anschlossen.
Die Gewerkschaften fordern unter anderem, für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst
die Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 %, mindestens 300 €, für 12 Monate,
die Erhöhung der Ausbildungs-/dual Studierenden-/Praktikantenentgelte um 200 € und
die Erhöhung der Zuschläge gemäß § 8 Abs. 1 TV-L um jeweils 20 Prozentpunkte.
Unser Dank geht hier vor allem an die Kolleginnen und Kollegen der Ortsverbände der Justizwachtmeister und der Justizvollzugsanstalt Waldeck für ihre tatkräftige Unterstützung.
Gerade hier und jetzt ist es Wichtig nicht nur die Erhöhung des Drucks durch die Gewerkschaften zu fordern, sondern sich selbst aktiv daran zu beteiligen.
Die Gewerkschaft sind Wir. Alle.
Die zweite Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam statt.
Ferner ist am 15. Januar 2026 ein Treffen der Finanzminister in Berlin terminiert.
Die dritte Verhandlungsrunde folgt dann am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam.
Es ist davon auszugehen, dass jeweils einen Tag vor den kommenden Verhandlungsrunden, sowie am Tag der Finanzministerkonferenz weitere Aktionen seitens der Gewerkschaften geplant sind.
Fahrkosten und Parkgebühren werden erstattet, für Verpflegung ist gesorgt.
Also haltet euch die Termine frei und seid bereit!
Matthias Nicolai
